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Theater Krefeld/Möchengladbach

Ich bin nicht Rappaport

Ich bin nicht Rappaport Stueck © Stutte
© Stutte

von Herb Gardner (1934–2003)

Inszenierung: Matthias Kniesbeck
Bühne und Kostüme: Janine Hoffmann
Dramaturgie: Ulrike Brambeer


Zwei alte Männer auf einer Parkbank im New Yorker Central Park. Der eine – Nat, 81-jährig, jüdisch und Altkommunist – erzählt dem anderen – Midge, gleichaltrig, schwarz und halbblind – mit Vorliebe Geschichten, die dieser vorgibt, gar nicht hören zu wollen. Für jede Lebenslage erfindet der Querulant und Gerechtigkeitsfanatiker Nat eine neue tollkühne Version seiner selbst, ist wahlweise Spion, Anwalt, Doktor, Indianer oder gar Film-Mogul. Dank seiner Fabulierfreude gerät er immer wieder in die bedenklichsten Bredouillen; dabei möchte er doch nur die Welt verbessern und mit allen Tricks verhindern, dass ihn seine Tochter in ein Altersheim steckt.

Midge dagegen nimmt hin, was ihm unabänderlich scheint – seien es Schutzgelderpressungen oder die Kündigung nach 40 Jahren im Hausmeisterjob. Doch da hat er die Rechnung ohne seinen Freund gemacht: Durch Nats beherztes Eingreifen gerät Midge in Messerstechereien, heikle Vabanquespiele und Vaudeville-Nummern – kurz: ins Abenteuer Leben. Und wenn man meint, jetzt sei alles aus, fällt dem Schlitzohr Nat bestimmt noch etwas Neues ein …

Herb Gardners hinreißende Tragikomödie Ich bin nicht Rappaport aus dem Jahr 1985 ist neben einem Fest für zwei ältere Schauspieler auch eine Anleitung, mit dem eigenen Alter umzugehen und den Widrigkeiten des Lebens Paroli zu bieten – ein Evergreen von bleibender Aktualität, der 1996 mit Walter Matthau und Ossie Davis in den Hauptrollen verfilmt wurde.


Vorstellungsdauer: ca. 2:20 Stunden, eine Pause